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Wiesenhaid - Anschluss ans moderne europäische Straßennetz

Wiesenhaid jetzt (fast) mit Autobahnanschluß

Die rumänische Autobahnstrecke A1 von Arad nach Temeswar führt nur wenige Kilometer an Wiesenhaid vorbei. Im Vorbeifahren kann man den Kirchturm sehen der den Ort überragt. Zwar hat Wiesenhaid keine eigene Autobahnausfahrt bekommen, aber beim Nachbarort Kreuzstätten, der noch näher an der Strecke liegt, ist der Rastplatz ”Cruceni” im Bau, zu der eine Versorgungsstraße führt. Ob sich dadurch ein bleibender “Schleichweg” als Abkürzung nach Wiesenhaid ergibt bleibt offen.

Der seit Dezember 2011 für den Verkehr teilweise frei gegebene und im August 2013 offiziell eröffnete Autobahnabschnitt ist 32 km lang und führt derzeit von der Nationalstraße N7/E68 zwischen Pecica und Arad bis Giarmata bei Temeswar, also in die Nähe des dortigen Flughafens. Sie verbindet somit die Landstraßen von den Grenzübergängen Nadlac bzw. Turnu, vorbei an Arad (mit drei Ausfahrten) mit der Landstraße von Temeswar nach Lugosch. Es existiert dazwischen nur eine weitere Ausfahrt in der Nähe von Ortzydorf. Langfristig soll diese Autobahn in Richtung Deva/Hunedoara und Hermannstadt verlängert werden, um letztlich bis Bukarest zu führen.
 

Fast schon nostalgisch: Die Haupstraße von Wiesenhaid im Juni 2007
noch ohne Teerbelag. Die Asphaltierung erfolgte erst ca. 2011.


Laut Presseberichten soll der Autobahnabschnitt bisher 130 Millionen EUR gekostet haben. Zum Zeitpunkt der offiziellen Eröffnung, waren allerdings noch einige Nacharbeiten nötig. Die Zufahrt zur Autobahnpolizei ist noch nicht fertig, diese muss derzeit noch einen Umweg von 11 km fahren, die Mobilfunkverbindung funktioniert noch nicht lückenlos, was bei einem Unfall insofern problematisch sein kann, weil es (noch?) keine Notrufsäulen gibt.

Dennoch stellt die neue Autostrada eine erfreuliche Verbesserung der Infrastruktur im Banat dar und wohl nicht zuletzt auf Grund dieser Baumaßnahme kam es auch zur Asphaltierung der Straße von Engelsbrunn über Wiesenhaid nach Kreuzstätten, wo eine Zufahrt zur Baustelle bestand. Die Zeiten der alten Schotterpiste sind somit vorbei.

Ältere Wiesenhaider erinnern sich noch daran, dass der Erhalt und die Ausbesserung der Landstraße in der Vorkriegszeit eine alljährliche Gemeindeaufgabe war. Jeder Bauer war eingeteilt eine Wagenladung Kies vom Ufer des Flusses Marosch bis zu einer festgelegten Strecke am Wegesrand auf dem Gemeindegebiet zu transportieren und dort abzuladen. Von dort wurde das Material zur Ausbesserung der ungepflasterten Fahrbahn verwendet. Früher war dies unerläßlich um mit den Pferdefuhrwerken über Engelsbrunn nach Neu-Arad zu kommen. Welch ein Unterschied zur jetzigen Anbindung an die Einkaufszentren und Flughäfen in Arad und Temeswar!
 

Foto oben: Flugzeug auf der Landebahn des Flughafens Temeswar im Mai 2013


Wer hätte sich früher vorstellen können, dass im Jahr 2013 etwa 20 km Luftlinie von Wiesenhaid entfernt drei Mal täglich Lufthansa Maschinen im Linienverkehr München - Temeswar starten und landen und der Flughafen über eine Autobahn, die nur wenige Kilometer am Dorf vorbei führt, zu erreichen sein wird?
 

Foto unten: Pferdefuhrwerk in Wiesenhaid, im Mai 2013: Mit Gummibereifung fit für die asphaltierte
Landstraße, aber ungeeignet für die neue Autobahn.
Foto oben: Letzte Bauarbeiten an der neuen Autobahn Arad-Temeswar
Fotos oben und unten:
Wegweiser in Engelsbrunn (Fantanele) an der Straße nach Lipova
Richtung Wiesenhaid (Tisa Noua) und Kreuzstätten (Cruceni)
Foto oben: Landestypischer Kilometerstein in Wiesenhaid (Tisa Noua)

Alle Fotos oben wurden im Mai 2013 angefertigt.
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