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Die Beziehung zwischen Ulm und Wiesenhaid

Ulm ist Teil unserer Identität

Auszug aus der Ansprache von Richard Jäger
beim Heimattag 2002 der Banater Schwaben
am Auswanderungsdenkmal in Ulm/Donau

Als Artikel gedruckt in der “Banater Post”, Nr. 12 vom 20. Juni 2002, Seite 7.

“(...) Mit Vertrauen im Gepäck war auch mein Vorfahre, der damals 35jährige Mathias Jäger mit seiner Frau Barbara, seinem zweieinhalbjährigen Sohn Kasper und dem sechs Monate alten Sohn Peter, Anfang April aus seinem lothringischen Dorf ausgezogen (..) Am 18. April 1770 hielt er sich nachweislich hier in Ulm auf. Und von diesem Ufer hat er auf der Donau mit den “Schwabenplätten” – so nannte man damals die Ulmer Schachteln – Ulm in Richtung Wien verlassen.

Dort ist er am 5. Mai registriert worden, und er erreichte am 28.Mai das Banat, wo er zuerst für fast ein Jahr in Hatzfeld einquartiert wurde ehe er im neugegründeten Dorf Wiesenhaid Haus und Hof zugewiesen bekam.(...)

Die Ulmer Bürger zeigten sich gegenüber den Auswanderern, die am Donauhafen oder in den Gaststätten einige Tage in Quartier lagen, entgegenkommend und hilfreich. Es gab Kolonisten, die sich vor der Abfahrt noch rasch im Ulmer Münster oder im Augustinerstift zu den Wengen  trauen ließen oder ihre auf der Reise geborenen Kinder taufen ließen, wobei oft Ulmer Bürger die Rolle von Taufpaten übernahmen.

Und auch heute hat die Kirche Sankt Michael zu den Wengen, in der sich viele Auswanderer trauen und taufen ließen, eine besondere Bedeutung. Hier befinden sich zwei aus Wiesenhaid im Banat mitgebrachte alte Kirchenfahnen, hier feiern die Wiesenhaider seit vielen Jahren alle zwei Jahre ihr Kirchweihfest. (...)”

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